Was kostet eine Bestattung?

Nach den Spannen unseres Kostenrechners (Stand 2026) kostet eine Bestattung ohne Trauerfeier, Grabstein und Grabpflege (brutto, Region Durchschnitt) zwischen rund 2.150 Euro (anonyme Feuerbestattung) und rund 13.500 Euro (Erdbestattung mit gehobenem Sarg und Wahlgrab). Der Rechner zeigt Ihnen in einer Minute, womit Sie für Ihre Wünsche rechnen sollten.

Zuletzt aktualisiert: 18.10.2026

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Bestattungskosten-Rechner

Bestattungsart

Einäscherung mit Urnenbeisetzung — heute die häufigste Form.

Grabstätte

Sarg & Urne

Trauerfeier

Region (Friedhofsgebühren)

Geschätzte Gesamtkosten

3.950 – 8.150 €

Bestatterleistungen (Überführung, Versorgung, Organisation)1.100 – 2.000 €
Kremationssarg & Urne900 – 1.800 €
Einäscherung & zweite Leichenschau350 – 650 €
Grabstätte & Beisetzung (Friedhofsgebühren)700 – 1.500 €
Trauerfeier & Blumen900 – 2.200 €

Nicht enthalten: laufende Grabpflege (je nach Grab etwa 100 – 400 € im Jahr) und spätere Verlängerungen der Grabnutzung.

Richtwerte 2026 (brutto), regionale Abweichungen möglich — verbindlich ist erst ein konkretes Angebot.

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Mehr zu den Kosten einer Feuerbestattung in den Infos →

Gesamtkosten im Überblick

Gesamtspannen aus Bestatterleistungen, Sarg bzw. Urne, Kremation (bei Feuer-, See-, Baum- und anonymer Bestattung) und Grab bzw. Beisetzungsplatz. Brutto, Region Durchschnitt, ohne Trauerfeier, Grabstein und Grabpflege.

Bestattungsart Gesamtspanne
Anonyme Feuerbestattung2.150 – 4.050 €
Seebestattung2.100 – 6.050 €
Feuerbestattung mit Urnengrab2.650 – 8.550 €
Baumbestattung2.550 – 11.950 €
Erdbestattung3.400 – 13.500 €

Quelle: Spannen unseres Kostenrechners (Stand 2026), Region „Durchschnitt“, brutto, Summe der Untergrenzen bis Summe der Obergrenzen, auf 50 € gerundet. Die obere Grenze der Baumbestattung gilt für einen Familien- oder Partnerbaum. Bei der Seebestattung reicht die Spanne von der stillen Beisetzung mit einfachem Sarg bis zur begleiteten Fahrt mit Massivholzsarg und Zusatzleistungen; der Ratgeber zur Seebestattung nennt als übliche Spanne 2.200 bis 4.200 € (still) und 2.550 bis 6.200 € (begleitet). Verbindlich sind erst konkrete, aufgeschlüsselte Angebote.

Woraus sich die Kosten zusammensetzen

Eine Bestattung besteht aus vier Kostenblöcken, die getrennt voneinander anfallen — und von denen nur der erste vollständig beim Bestatter liegt:

  • Bestatterleistungen — Überführung, hygienische Versorgung, Sarg oder Urne, Beratung und die Behördengänge (Sterbeurkunde, Abmeldungen). Je nach Ausstattung nach unserem Rechner (Stand 2026) 1.000 bis 2.200 Euro Grundleistungen plus 400 bis 6.500 Euro für Sarg bzw. Urne. Wie Sie ein Angebot prüfen, steht in Bestatterrechnung prüfen.
  • Friedhofs- und Beisetzungsgebühren — Grabnutzung, Beisetzung, Trauerhalle. Sie werden von der Kommune festgelegt und unterscheiden sich erheblich: Ein Urnenwahlgrab rechnet unser Rechner (Stand 2026) ländlich mit 880 bis 1.920 Euro, in der Großstadt mit 1.485 bis 3.240 Euro.
  • Trauerfeier — Trauerredner oder Geistlicher, Blumen und Kränze, Karten, gegebenenfalls das Trauercafé. Nach unserem Rechner (Stand 2026) von 400 bis 900 Euro im schlichten Rahmen bis 2.200 bis 4.800 Euro für eine große Feier mit Trauercafé.
  • Grabmal und Folgekosten — Grabstein, Einfassung, Bepflanzung und die laufende Grabpflege über die gesamte Ruhezeit. Dieser Block wird bei der Kostenplanung am häufigsten übersehen.

Zum Vergleich: Zahlen anderer Quellen

Andere Ratgeber nennen höhere Gesamtkosten, weil sie Grabstein, Trauerfeier, Leichenschmaus und teils Grabpflege einrechnen. Unsere Rechner-Spannen gelten ohne Trauerfeier, Grabstein und Grabpflege, brutto, Region Durchschnitt — sie sind deshalb nicht direkt mit diesen Gesamtbildern vergleichbar (alle Quellen am 18.10.2026 abgerufen):

  • ERGO (Seitenstand 16.06.2025): Eine Erdbestattung ohne Grabstein, Trauerfeier und Friedhofsgebühren koste durchschnittlich 3.300 Euro, die Gesamtkosten mit allen Ausgaben lägen „häufig bei 8.000 Euro oder höher“.
  • Stiftung Warentest (Artikel vom 17.01.2024), jeweils ohne Steinmetz: Urnenbestattung mit Grab im Schnitt 3.500 Euro, Erdbestattung ab 5.000 Euro, Baumbestattung ab etwa 3.000 Euro, Seebestattung ohne Angehörige ab etwa 2.500 Euro.
  • Sparkasse (ohne Seitendatum): Die Gesamtkosten einschließlich Grabstein, Trauerfeier, Friedhof und Grabpflege bewegten sich „nicht selten“ zwischen 8.000 und 20.000 Euro. Das ist keine Durchschnittsangabe.
  • Älter: Finanztip nennt auf einer seit dem 27. Juli 2022 nicht aktualisierten Seite durchschnittlich rund 13.000 Euro für eine komplette Beerdigung; eine anonyme Feuerbestattung beginne bei rund 2.000 Euro.

Unseren Rechner mit den Spannen je Bestattungsart finden Sie auf der Startseite; er trennt die Blöcke, damit Sie sehen, was Sie beeinflussen können. Die Zahlen für Ihre Stadt unterscheiden sich vor allem durch die Friedhofsgebühren — Beispiele: Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt.

Wer die Bestattung bezahlen muss

Die Kosten tragen nach § 1968 BGB die Erben — auch dann, wenn jemand anderes die Bestattung beauftragt hat. Wer das Erbe ausschlägt, ist damit nicht automatisch aus der Pflicht: Nach den Bestattungsgesetzen der Länder bleiben die nächsten Angehörigen bestattungspflichtig und können für die Kosten herangezogen werden. Mehr dazu in Wer zahlt die Beerdigung?

Reicht das Geld nicht, hilft die Sozialbestattung: Ist die Kostenübernahme unzumutbar, übernimmt das Sozialamt auf Antrag die erforderlichen Kosten einer würdigen, ortsüblichen Bestattung (§ 74 SGB XII) — alle Einzelheiten im Beitrag Sozialbestattung. Wichtig: den Antrag möglichst vor der Beauftragung stellen und dem Bestatter gegenüber offen ansprechen — seriöse Institute kennen das Verfahren und rechnen direkt mit dem Amt.

So kommen Sie Schritt für Schritt zu einem Preis

  1. Bestattungsart wählen und im Rechner oben die Spanne ansehen.
  2. Erstes Angebot einholen: Wir fragen einen Bestatter aus Ihrer Region an — kostenlos für Sie. Lehnt er ab, fragen wir auf Wunsch automatisch den nächsten Betrieb.
  3. Angebot prüfen: Sind Bestatterleistungen, Friedhofsgebühren (Fremdkosten) und Trauerfeier getrennt aufgeführt? Sind die Preise brutto oder netto angegeben?
  4. Annehmen oder zurückziehen: Sie entscheiden in Ruhe. Die Rechnung erhalten Sie vom Bestatter nach der Ausführung.

Sparen, ohne an Würde zu sparen

Der größte Hebel ist nicht der günstigste Sarg, sondern ein Angebot, das sich prüfen lässt: Ein aufgeschlüsseltes Angebot zeigt, was wirklich enthalten ist und was die Kommune berechnet. Dazu drei ehrliche Stellschrauben:

  • Die Grabart bestimmt die Folgekosten: Ein Reihengrab ist günstiger als ein Wahlgrab, ein Gemeinschaftsfeld nimmt den Angehörigen die Grabpflege ganz ab.
  • Bei der Trauerfeier zählt der Rahmen, nicht der Preis — eine schlichte Feier im kleinen Kreis ist keine geringere Würdigung.
  • Nicht unter Zeitdruck unterschreiben: Auch im Trauerfall bleibt Zeit, ein Angebot in Ruhe zu prüfen und Rückfragen zu stellen. Seriöse Bestatter geben Ihnen den Kostenvoranschlag mit.

Wer die eigenen Angehörigen später entlasten möchte, kann Wünsche und Finanzierung schon zu Lebzeiten festhalten — mehr dazu unter Bestattungsvorsorge.

Häufige Fragen zu Bestattungskosten

Was kostet eine Beerdigung insgesamt?

Nach den Spannen unseres Kostenrechners (Stand 2026) zwischen rund 2.150 Euro (anonyme Feuerbestattung) und rund 13.500 Euro (Erdbestattung mit gehobenem Sarg und Wahlgrab), jeweils brutto, Region Durchschnitt, ohne Trauerfeier, Grabstein und Grabpflege. Wie groß der Unterschied ausfällt, bestimmen vor allem Bestattungsart, Grab und die Friedhofsgebühren der Kommune.

Was kostet eine einfache Beerdigung?

Die günstigste Form ist die anonyme Feuerbestattung: Nach den Spannen unseres Kostenrechners (Stand 2026) liegt sie ohne Trauerfeier und Grabstein zwischen 2.150 und 4.050 Euro. Eine Feuerbestattung mit Urnengrab beginnt bei 2.650 Euro, ebenfalls ohne Feier und Stein.

Was ist die teuerste Bestattungsart?

In der Regel die Erdbestattung im Wahlgrab: Nach den Spannen unseres Kostenrechners (Stand 2026) sind es mit gehobenem Sarg bis zu 13.500 Euro, noch ohne Trauerfeier und Grabstein. Die Friedhofsgebühren machen dabei einen erheblichen Teil aus und unterscheiden sich stark je nach Kommune.

Wer muss die Bestattung bezahlen?

Die Kosten tragen nach § 1968 BGB die Erben — unabhängig davon, wer die Bestattung in Auftrag gegeben hat. Wird das Erbe ausgeschlagen, können die unterhaltspflichtigen Angehörigen oder die bestattungspflichtigen Personen nach Landesrecht herangezogen werden.

Was passiert, wenn niemand die Bestattung bezahlen kann?

Ist die Kostenübernahme für die Verpflichteten unzumutbar, übernimmt das Sozialamt auf Antrag die erforderlichen Kosten einer würdigen, ortsüblichen Bestattung (§ 74 SGB XII, sogenannte Sozialbestattung). Der Antrag wird beim Sozialamt am letzten Wohnort der verstorbenen Person gestellt — am besten vor der Beauftragung.

Was kostet ein Grabstein?

Nach den Spannen unseres Kostenrechners (Stand 2026) liegt ein Urnengrabstein zwischen 900 und 2.600 Euro, ein stehender Grabstein mit Einfassung für ein Erdgrab zwischen 1.800 und 4.800 Euro — je nach Material, Größe und Gestaltung. Hinzu kommen später gegebenenfalls Nachbeschriftungen.

Übernimmt die Krankenkasse etwas von den Bestattungskosten?

Nein — das gesetzliche Sterbegeld der Krankenkassen wurde zum 1. Januar 2004 abgeschafft (GKV-Modernisierungsgesetz). Wer die Kosten zu Lebzeiten absichern möchte, kann das über eine Bestattungsvorsorge mit Treuhandkonto oder eine Sterbegeldversicherung tun.

Konkrete Zahlen statt Schätzung?

Holen Sie kostenlos ein erstes, aufgeschlüsseltes Angebot von einem Bestatter aus Ihrer Region ein. Lehnt der Betrieb ab, fragen wir auf Wunsch automatisch den nächsten.

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